Die IFI Initiative für Intensivpädagogik gGmbH wurde 1983 als gemeinnütziger Verein durch Studenten und Dozenten der damaligen Fachhochschule Ostfriesland in Emden gegründet. Die Arbeit des Vereins begann mit einer Einzelbetreuung. Doch schon bald folgten Jugendwohngemeinschaften in Aurich, Emden und Pilsum. Ein wichtiger Baustein für die Entwicklung der IFI war die Eröffnung des Jugendschutzes. Dieser war in der Region die erste Einrichtung, die das seinerzeit moderne und in Berlin entwickelte Konzept des Clearings (Kind im Zentrum/KIZ) durchgeführte, welches dann nach und nach die Angebote von Inobhutnahmen im Nord-West Raum ergänzte.

​Am 5. November 1985 wurden der Verein und seine Arbeit durch die regionalen Jugendämter überprüft und über die Einzelmaßnahmen hinaus als Träger rechtlich anerkannt. Weitere Kontrollen und Pflegesatzverhandlungen folgten.

1986 folgte die Mitgliedschaft im Paritätischen Wohlfahrtsverband.

1988 erfolgte die „Befreiung einer Einrichtung nach den Heimrichtlinien“, d.h., das Landesjugendamt übernahm die Aufsicht und erteilt seit dem die Betriebserlaubnisse.

1992 wurde die IFI als gemeinnütziger Verein in die Internationale Gesellschaft für Heimerziehung (IGfH) und dem Allgemeinen Fürsorgeerziehungstag (AFET) aufgenommen.

1997 trat die IFI dem ersten Niedersächsischem Rahmenvertrag (§ 78 f SGB VIII) bei, folgt den Vereinbarungen und führt dementsprechend die Entgeltverhandlungen mit der kostenfeststellenden Behörde, dem „Heimatjugendamt Emden“ unter Mitbeteiligung der weiteren ostfriesischen Jugendämter.  

Im Laufe der Zeit haben sich neue Projekte und Maßnahmen der Hilfen zur Erziehung mit verschiedenen Schwerpunkten aus dem aktuellen Bedarf heraus entwickelt. Diesen Bedarf hat die IFI in Kooperation mit den Jugendämtern und aus bestehenden Erfahrungen aus bereits vorhandenen Maßnahmen ausgearbeitet und zeitnah umgesetzt.

​Einhergehend mit dem wachsenden Aufgabengebiet waren und sind immer strukturelle Nachbesserungen verbunden. So wurde am 30. Dezember 1999 die Umwandlung der „Initiative für Intensivpädagogik - Verein für Jugend und Soziale Arbeit e.V.“ in die „IFI Initiative für Intensivpädagogik gGmbH“ vollzogen. Die internen Strukturen wurden somit der gewachsenen Einrichtung angepasst werden.

Die Geschichte der IFI gGmbH ist eine Wachstumsgeschichte. Seit Beginn wird das Geschehen von einer qualitativen und quantitativen kontinuierlichen Weiterentwicklung geprägt. Aus der neben diesem Text erscheinenden Tabelle ist die Entwicklung und die rein faktische Benennung der Angebote ersichtlich. Hintergrund bzw. begleitend ist eine stetige inhaltliche Auseinandersetzung. Eine Auseinandersetzung um die jeweilig aktuellen sozialpolitischen Gegebenheiten wie z.B. Sozialraumorientierung, Bemühungen um Vermeidung von Kindeswohlgefährdungen aber auch pädagogisch-therapeutische Diskussionen begleiten den Alltag. So wird diagnostisch sozialpädagogisch-hermeneutisch wie auch psychotherapeutisch nach ICD 10 u.ä. zusammengearbeitet, und pädagogische Interventionen werden nach zeitgemäßen systemischen, traumatologischen und lebensweltorientierten Erkenntnissen ausgerichtet. 

Die IFI Stiftung eröffnet der IFI gGmbH die Möglichkeiten des souveränen Wachstums unter Beibehaltung einer transparenten und identitätswahrenden Struktur der Gesamteinrichtung. So sind inhaltlich folgerichtige Ausgründungen möglich, damit neue Tochtergesellschaften im Rahmen der IFI Stiftung erneut wachsen können. Die IFI gGmbH kann somit jeweils ihren Umfang und ihre Komplexität selber gestalten, so dass Übersicht und Transparenz für alle Beteiligten immer gewährleistet bleiben.   

Wie wir wurden was wir sind

1983

  • Gründung der IFI Initiative für Intensivpädagogik e.V.

  • Einzelbetreuungen

1984

  • Wohngemeinschaft für psychisch Kranke (1986 eingestellt)

  • Jugendwohngemeinschaften Pilsum und Aurich

  • Jugendschutz

1985

  • Jugendwohngemeinschaft Emden

  • Mobile Betreuung

1986

  • Kinderschutz

1989

  • Kinderwohngruppen

  • Ambulante Betreuung nach § 72 BSHG

1991

  • Mädchenschutzhaus

1994

  • Intensivgruppen

  • Sozialpädagogische Familienhilfe

1995

  • Wohngruppen für Kinder und Jugendliche

1997

  • Mädchenhaus

1998

  • Hilfestationen

1999

  • Umwandlung des Vereins in die IFI Initiative für Intensivpädagogik gGmbH

2002

  • Wohngruppe für Jugendliche mit posttraumatischen Belastungs-
    störungen

2006

  • Verselbständigungsmaßnahmen

Chronik der IFI gGmbH

IFI Initiative für Intensivpädagogik gGmbH

Schmiedestraße 1

26632 Ihlow-Riepe

Tel:  0 49 28 - 91 47-0
Fax: 0 49 28 - 91 47-140

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