Psychotraumatologie

Jugendliche mit traumatischen Erfahrungen

Eine explorative Studie zum subjektiven Erleben als Beitrag zur Gestaltung traumapädagogischer Interventionen in den stationären Hilfen zur Erziehung

Diese Studie bietet neben der Beantwortung der forschungsorientierten Fragstellung nach optimierten Interventionen in den stationären Hilfen zur Erziehung auch einen Überblick über Hintergründe zur stationärer Heimerziehung und zur Psychotraumatologie.

 

Die Akzentuierung zum einen des Empowerments als maßgebliches und zielführendes Verfahren zur Bewältigung belastender Settings und zum anderen der Partizipation als Element des Empowerments und folgerichtige Ergänzung der methodischen Orientierung in Theorie und Praxis erklärt „das Selbst“ zum Fokus der Arbeit. Dass die Jugendlichen selber zu Wort kommen, zeigt die Ernsthaftigkeit im Umgang mit partizipativen Prozessen.

 

Die analysierten Sinnstrukturen und Bedeutungsgehalte der Aussagen bieten im Kontext der angebotenen Interpretationen durchaus Handlungsmaximen für den pädagogischen Alltag – die sind in ihren Grundsätzen nicht unbedingt neu wenn es um familiale Ressourcenmobilisierung geht aber stärker differenziert, reflektiert -  und es werden vor allen Dingen die Spannungsfelder benannt, in denen sich die lebensweltorientierte Alltagspädagogik und systemische Herangehensweisen bewegen. Da die familialen Ressourcen sich gleichlaufend in Belastungssystemen befinden, ist eine besondere Umsicht erforderlich wenn z.B. Jugendliche immer wieder Belastungssituationen aufsuchen in der Hoffnung, diese nun besser bewältigen zu können (Selbstheilungsversuche). 

Diese Studie gibt ebenfalls Auskünfte über Irrwege und Sackgassen, die die Autoren auch theoretisch gegangen sind und wie diese dann letztlich hilfreich und nützlich waren, das Forschungsinteresse stetig zu hinterfragen und zu fundieren – ethische Implikationen inbegriffen.

Nicht zuletzt und insbesondere für junge (aber auch ältere) Fachkräfte zeigt sich diese Studie offen und lesbar und soll zur Nachahmung anregen. Im Kontext von Traumapädagogik sind randomisierte Studien hilfreich um sowohl pädagogische resp. aber auch  Aspekte der Beratung zu fokussieren und über geeignete Fragestellungen Antworten im Sinne einer sich stetig verbessernden Interventionsstruktur zu gewinnen.  

Dr. Rolf Kötterheinrich

Die Studie erscheint im November/Dezember 2017 in einer überarbeiteten Neuauflage im profero verlag unter der ISBN-Nr. 978-3-947399-00-0.

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