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Schutzzentrum Marienhafe
Das Schutzzentrum befindet sich in Marienhafe, dem Verwaltungssitz der Samtgemeinde Brookmerland. Das Kinderschutzhaus ist im Ortskern angesiedelt, das Jugendschutzhaus am Ortsrand. Beide Häuser sind koedukative Einrichtungen, die ihre Leistungen auf der Grundlage der §§ 42, 43 KJHG und im Falle von U-Haft-Vermeidungen gemäß der §§ 71 (II), 72 (IV) JGG anbieten.
Das Kinderschutzhaus verfügt über neun Plätze. Die Kinder im Alter bis zum 14. Lebensjahr leben im renovierten und umgebauten ehemaligen Postgebäude von Marienhafe. Die Kinder bewohnen in der Regel ein Einzelzimmer. Die offene Küche mit dem angrenzenden Essbereich, das Wohnzimmer und der Wintergarten sind die Gemeinschaftsräume des Hauses.
An dem großen Esstisch werden nicht allein die gemeinsamen Mahlzeiten eingenommen, sondern auch Hausaufgaben erledigt, gespielt und gebastelt. Der natürliche Bewegungsdrang der Kinder macht letztlich das gesamte Haus zu einem Spielort. Die Kinder erweitern gerne ihre Spielfläche um das Haus herum. Eine große Spielburg im Garten lädt zum ausgelassenen Toben ein.
Durch eine große Palette an Freizeitaktivitäten (Schwimmen, Wandern, Zoobesuche etc.) kommt selten Langeweile auf, und die Kinder lernen hier schon oft spielerisch soziale und kultur- bzw. alltagsspezifische Defizite zu kompensieren.
Im Jugendschutzhaus können neun Mädchen und Jungen ab dem 15. Lebensjahr aufgenommen werden. Das große Haus mit seinen Gemeinschafts- und Einzelzimmern sowie der große Garten schaffen genügend Freiräume und Rückzugsmöglichkeiten für die Jugendlichen. Zudem gewähren der große Medienraum und ein zusätzliches Besprechungszimmer die Gelegenheit für kreative, diagnostische und methodische Arbeitseinheiten.
Durch ein umfassendes pädagogisches und psychologisches Diagnoseangebot wird für die Kinder und Jugendlichen eine Problemanalyse erstellt (Clearing) und eine Perspektive erarbeitet. Sofern die Umstände dies zulassen, sind die Angehörigen an dieser Arbeit beteiligt.
Die pädagogischen Teams der Schutzhäuser sind zudem darauf spezialisiert, fehlgeleitete Verhaltensmuster der Kinder und Jugendlichen aufzuarbeiten und ihnen durch einen strukturierten Tagesablauf, Verlässlichkeit und einer konsequenten Haltung eine alternative Orientierung zu eröffnen. Die Mitarbeiter müssen dabei ein hohes Maß an Empathie und Sensibilität verinnerlicht haben, um besonders den Kindern über ihre Ängste nach der Herausnahme aus ihren Herkunftssystemen hinweghelfen zu können.
Des Weiteren bietet die Schutzstelle die Möglichkeit der U-Haft Vermeidung.


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